26. Mai 2026 admin

Bericht zur 38. Europameisterschaft der ETKU (ETKF) in Serbien Novi Sad

In der Zeit vom 01.- 03. Mai 2026 fand in der serbischen Stadt Novi Sad die 38.Europameisterschaft der ITKF statt.

Hierbei flog bereits ein Vorauskommando der Kampfrichter und Offiziellen bereits am Dienstag, den 28.04.2026 nach Belgrad und dann weiter nach Novi Sad.

Dazu gehörten: Kurt Fischer-Weiherig (Präsident der DTSKF), Frank Pinnig 7. Dan (Trainer des Teams) und als Kampfrichter Lothar Pietzschmann 5. Dan, Andrei Wilke 3. Dan, Sabine Bock 3. Dan (Vizepräsident der DTSKF) und der Chief-Instructor Michael Bock 8. Dan.

Sensei Michael Bockj war in einer Mehrfachfunktion vor Ort, da er in der Funktion des Generalsekretärs der ITKF und als Repräsentant des Sovereign Order of Saint John of Jerusalem, Knights of Malta, Federation of the Autonomous Priories vor Ort sein musste.

Der Präsident und technische Chairman der ITKF, Richard Jorgensen ist ebenfalls schon einige Tage vorher in Novi Sad angereist und stieg im gleichen Hotel Sheraton ab.

Die Meisterschaft lief sehr ruhig an und die Kampfrichterausbildung begann am Mittwoch, Donnerstag und wurde am Freitag fortgesetzt.

Von der Sport-Arena machten wir uns natürlich auch ein Bild. Auf Grund geringer Meldungen aus dem Ausland gingen wir dazu über die Meisterschaft doch nur am Samstag und Sonntag durchzuführen. Das deutsche Team überbrückte die Zeit der Akklimatisierung, indem sie ein Training durchführte und die Stadt ausgiebig erkundete.

Den Kampfrichterkurs wurde zum einen im Trainings-Dojo von Sensei Slobodan Milicevic und in der Sporthalle durchgeführt.

Am Freitag, 01. Mai 2026 nachmittags gab es noch einen Vortrag von Prof. Goran LOZO (CEO von der BIZ Consulting USA) zu den Themen Trainingsgestaltung und wie man neue Schüler gewinnt.

Dieser Workshop war, wie man heute gern sagt, gut aufgebaut. Jedoch hatten die Teilnehmer eher den Wettkampf im Kopf und waren in Erwartung auf Informationen zum Wettkampf.

Der Workshop wäre sicher besser in Rahmen eines Seminars oder zwei Tage früher angekommen. Leider hatten hier nicht alle Teams ihre Kampfrichter versammelt. Das große Feld bildete viel mehr das serbische und deutsche Kampfrichterfeld. Später kam noch Slowenien mit einem Kampfrichter hinzu, Polen und zwei Richter von Italien. Sensei Rick Jorgensen gab wirklich viel Energie und Erfahrungen in den Kurs.

Nach und nach kamen weitere Länder zum Wettkampf. So kamen Vertreter und Wettkämpfer aus: Ungarn, Tschechien, Italien, Slowenien, Serbien, Bosnien, Deutschland, Polen, Spanien und des Sovereign Order of Saint John of Jerusalem, Knights of Malta, Federation of the Autonomous Priories.

Weitere Gäste kamen aus den USA und Kanada hier vertreten durch Richard Jorgensen.

Auch unsere Nachzügler Kampfrichter für die Kindermeisterschaft kamen Donnerstag und das letzte Kontingent am Freitag an. Somit konnte ich weiter ins Wettkampfgeschehen folgende Kampfrichter werfen: Anna-Viktoria Tank 3. Dan, Sophia Bock 3. Dan, Eric Schmidt 4. Dan, Jan Bösecke 4. Dan, Dominik Dawart 1. Dan, Naima Kolic 1. Dan, Ben Karsch 1. Dan, Tabea Schulz 1. Dan, Lea Böse 1. Dan. Wir sorgten damit für einen zügigen und korrekten Ablauf des Kinderwettkampfes.

Schwierigkeiten gab es mit der Listenführung und fehlender Tischbesetzung. Damit ergaben sich Verzögerungen die nicht sein mussten.

Da das deutsche Team doch sehr dominant war, ergab sich zwangsläufig, dass wir viele gute Platzierungen erringen konnten. Aber auch die Leistung unserer Sportler war echt überragend, viele Starter kamen richtig aus sich heraus. Es gab dann einen richtigen Running Medaillen-Effekt. Das hatten wir schon einmal als wir als großes geschlossenes deutsches Team bei der 1. Weltmeisterschaft in der Stilrichtung Fudokan vor gut 20 Jahren auftraten. Da konnte ich auch diesem Effekt erkennen.

Abb.: Das Samstagskinder Wettkampfteam der DTSKF mit Trainer Frank Pinnig 7. Dan

Der Erfolg unserer Athleten stellte sich ein. Mit 47 Athleten ging die DTSKF in den Wettkampf, davon erkrankte Anna-V. Tank, so dass 46 Starter antraten.

In den Einzeldisziplinen konnten wir:
25 x Gold
31 x Silber
38 x Bronze
erringen.

Das waren also 94 Medaillen im Einzelbereich. In den Team-Wettbewerben wie Kata-Team, Kumite-Team, Enbu (Mann/Mann) und Enbu (Frau/ Mann) leider nur:
7 x Gold
2 x Silber
0 x Bronze

Das sind also weitere 9 Medaillen für die Gesamtwertung. Drei Karate-ka gingen leider leer aus und müssen bei der nächsten Meisterschaft mehr Glück und Geschick beweisen.

Sonntag war dann der letzte Wettkampftag. Ein spätes Beginnen sorgte nach hinten raus für weitere Verzögerungen. Dann hatten wir zu wenig Kampfrichter, was zu weiteren Verspätungen führte.

Dann eine unglückliche Listenführung und damit Abarbeitung der Wettkämpfe brachte lange Wartezeiten mit sich. Es war nicht nur eine harte Kampfrichterarbeit, sondern forderte den Wettkämpfern alles ab.

Nicht alle Kampfrichter waren sehr erfahren. Dass die Kämpfe dann bis 00:30 Uhr gingen, war dabei nicht verwunderlich.

Aber die Deutsche Mannschaft schlug sich wacker. Sie sammelten Erfahrungen und haben den Gegner auch gut beigesetzt. Aber einige Athleten mussten sich auch mit Niederlagen zurechtfinden.

Es war eine erlebnisreiche Zeit und wird für viel Diskussionen Raum lassen. Aber wie war es bisher, die schlechten Erlebnisse verdrängt man und die guten Erlebnisse bleiben im Gedächtnis haften.

Michael Bock
Chief-Instructor der DTSKF